welpenerziehung

Die 5 wichtigsten Punkte für eine erfolgreiche Welpenerziehung

Die erste Zeit – Grundlage für eine tragfähige Beziehung

Wenn der kleine Welpe bei dir einzieht, steht euch vielfach eine turbulente Zeit bevor. Er muss sich zuerst an dich und seine neue Umgebung gewöhnen. Am besten nimmst du am Anfang gleich ein paar Tage frei, damit ihr euch ausgiebig kennenlernen könnt. Zeig ihm sein neues Zuhause, kuschle und spiele mit ihm. So wird die wichtigste Grundlage für die eigentliche Welpenerziehung gelegt: eine vertrauensvolle Beziehung.

Sozialisation

Ein junger Hund ist neugierig und seine Lernbereitschaft unerschöpflich. Eine gründliche Sozialisation im Welpenalter ist das A und O für ein entspanntes Verhältnis zwischen dir und deinem vierbeinigen Begleiter. Dabei ist zentral, dass er lernt, seine Umgebung richtig einzuschätzen. Überleg dir zuerst, welche Situationen dein Hund in seinem Leben antreffen wird. Macht Spaziergänge in der freien Natur, geht durch belebte Fußgängerzonen oder nehmt die öffentlichen Verkehrsmittel. Wichtig dabei ist, dass dein Liebling so viele Erfahrungen wie nur möglich mit Situationen, Umgebungen, verschiedenen Menschen und Tieren, insbesondere auch mit anderen Hunden sowie Geräuschen macht. Sollte er dabei ängstlich reagieren, vermittle ihm Sicherheit. Dabei sollten die Dauer eurer Ausflüge und die Intensität der Eindrücke nur langsam, dem Hund angepasst gesteigert werden, denn Welpen sind noch nicht besonders ausdauernd.

Klare Regeln

Welpen erziehen bedeutet auch, klarzumachen, wer das Leittier ist, nämlich du. Dies erfordert klare und kurze sowie stets gleichlautende Anweisungen. Dein Hund muss immer den Zusammenhang zwischen seinem Benehmen und deiner Reaktion, die unmittelbar darauf folgen muss, verstehen. Vorteilhaft ist, wenn Befehle wie „Platz“, „Sitz“, „Bleib“ usw. stets mit einer Handbewegung verbunden sind. Dabei kommt es bei der Stimme mehr auf den Tonfall als auf die Lautstärke an. Ein Welpe muss beispielsweise lernen, wo im Haus oder in der Wohnung er sich aufhalten darf und wo nicht. Weiter sollte ihm mit der Zeit klar sein, dass du immer Vortritt hast und er erst fressen darf, wenn du es ihm erlaubst. Mach ihm ebenfalls bewusst, dass er in bestimmten Situationen warten muss, und gib seinem Betteln am Tisch nie nach. Auch das Beißen von Menschen muss er unterlassen. Die Beißhemmung vermittelst du ihm am besten, indem du ihm mit einem „Aua“ signalisierst, dass sein Schnappen wehgetan hat, und wende dich von ihm ab. So merkt er, dass sein Verhalten nicht richtig war. Lass ihn ab und zu auch alleine, damit er lernt, dass das nichts Außergewöhnliches ist. Und vergiss es nie, Übung macht den Meister.

Konsequenz

Einen Welpen erziehen, ohne eine konsequente Linie gegenüber ihm einzuhalten, ist nicht zielführend. Abweichungen irritieren ihn und können zu Fehlinterpretationen und letztendlich zu Fehlverhalten führen. So wird er es nicht verstehen, wenn du bei einem kurzen Weggehen einmal auf sein Winseln oder Bellen reagierst und zurückkommst und es ein andermal ignorierst.

Lob

Egal, ob beim erfolgreichen Erledigen des Geschäfts beim Gassigehen, beim Gehen an lockerer Leine oder Warten bis du wieder zurück bist, Lob darf bei der Welpenerziehung nie fehlen. Hunde sind wie Menschen, sie machen das, was den größten Erfolg verspricht. In ihrem Fall heißt das: Futter, Liebkosen und Spielen.